Entscheidung von Matthias Platzeck war richtig

Veröffentlicht am 07.12.2010 in Landespolitik

Potsdam. In der heutigen Sitzung der SPD-Fraktion haben sich die Abgeordneten noch einmal ausführlich mit der Situation um Rainer Speer befasst. Rainer Speer wurde für seine großen Verdienste um Brandenburg und die SPD umfassend gewürdigt. Die entstandene Situation wurde mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen.

Ralf Holzschuher unterstützte die Entscheidung von Matthias Platzeck, ihn um Mandatsverzicht zu bitten. Holzschuher sagte: „Zu Recht werden an Politiker hohe Ansprüche gestellt. Die zu späte Aufklärung von Rainer Speer in Sachen Vaterschaft ist dazu geeignet ist, Vertrauen zu zerstören. Insofern ist die Entscheidung von Matthias Platzeck politisch richtig, wenn auch menschlich sehr schwer.“

Ralf Holzschuher erklärte weiter: „Wir haben in der vergangenen Woche schon sehr offen und ausführlich mit Rainer Speer in der Fraktion über den Vorgang gesprochen. Auch wenn Rainer Speer nicht direkt zum Mandatsverzicht aufgefordert worden ist, war doch allen klar, dass eine Zeit des Nachdenkens auf allen Seiten eintreten musste. Niemand ist davon ausgegangen, dass wir nach dem offenen Gespräch einfach zur Tagesordnung übergehen können. Bei vielen hat sich in dieser Zeit der Eindruck verstärkt, dass in Bezug auf die privaten Vorwürfe an Rainer Speer eine moralisch hohe Messlatte anzulegen ist. Hier geht es nicht um politische Inhalte, sondern um das Ansehen und die Glaubwürdigkeit von Politik. Da dies in Gefahr geriet, musste Matthias Platzeck als Landesvorsitzender der SPD handeln.“ Ralf Holzschuher verband seine Äußerung mit der Hoffnung, dass Rainer Speer schnell zu einer Entscheidung kommen werde.

 
 

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