Gemeinsames Lernen für Brandenburgs Schüler!

Veröffentlicht am 22.06.2005 in Bildung

Potsdam – Die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Ingrid Siebke, tritt für ein möglichst langes gemeinsames Lernen der Schülerinnen und Schüler ein. Siebke: „Alle Erfahrungen aus den PISA-Studien zeigen, dass die gemeinsame 6-jährige Grundschule Wissen am besten vermittelt“. Die CDU hält dagegen an den 4+8-schnellläuferklassen zum Abitur nach 12 Jahren fest. Dies wurde heute in den Gesprächen der Bildungspolitiker der Koalitionsfraktionen zum neuen Schulgesetz deutlich.

Für Siebke ist es unverständlich, „weshalb die CDU die dringend notwendige Novelle des Schulgesetzes mit dem Abitur nach 12 Jahren und Verbesserungen in der Schulqualität vom Fortbestand der Schnellläuferklassen ab hängig macht“.

Ingrid Siebke: „Mit dem Schuljahr 2007/08 soll das Abitur nach 12 Schuljahren eingeführt werden. Damit werden sich die Schnellläuferklassen sowieso erledigt haben. Wir wollen dann die Förderung besonderer Begabungen – z.B. Mathematik oder Sprachen – ab der 5. Klassenstufe einführen. Dies ist auch im Koalitionsvertrag so vereinbart“.

Die Forderung der CDU nach gesetzlichen Regelungen zur Schulpflicht ist für Siebke „nicht nachvollziehbar“. Siebke: „Die Schulpflicht gilt in ganz Deutschland und ist in unserem Schulgesetz – mit 10 Jahren Schulpflicht – längst geregelt. Hier gibt es keinen Bedarf nach neuen Paragrafen.“ Die zwangsweise Zuführung in die Schule sei bereits heute rechtlich möglich. Siebke: „Gegen Schulschwänzen hilft kein Polizeieinsatz, sondern nur gute Pädagogik und Eltern, die sich ihrer Kinder verantwortungsbewusst annehmen. Dafür ist jedoch auch häufig eine enge Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule notwendig“.

 
 

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