Aktualisiert: 3. Oktober: 34 Jahre Wiedervereinigung

Veröffentlicht am 01.10.2024 in Allgemein

 

Vor fast 35 Jahren fiel am 09.November 1989 die Mauer. Bürger der DDR hatten durch die Montags-Demos in Leipzig und dann schließlich die Berliner rund um den Palast der Republik das marode Regime von Funktionärs-Greisen gekippt. Dann ging alles ziemlich schnell. Gut ein knappes Jahr später feierten am 3.Oktober 1990 die Deutschen gemeinsam in Ost und West die offizielle Wiedervereinigung.

  • "Die Wiedervereinigung ist die glücklichste Stunde der jungen deutschen Geschichte. In Ostddeutschland sei eine Aufbauleistung gelungen, die beispiellos sei. Wenn wir heute gemeinsam auf unser vereintes Deutschland schauen, können wir sagen, wir gemeinsam haben das geschafft", meinte Dietmar Woidke (SPD), Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in einer Videobotschaft zu den Feierlichkeiten am Tag der Deutschen Einheit in Schwerin.
  • Ost und West hätten von der Deutschen Einheit profitiert. "Seit 34 Jahren in einem vereinten Land in Frieden, Freiheit und Demokratie" zu leben: "Das ist alles andere als selbstverständlich." So MVP-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).
  • Vollendet sei die Deutsche Einheit auch nach 34 Jahren natürlich nicht, so Bundeskanzler Olaf Scholz. Rufe man sich jedoch die damalige Ausgangslage in Erinnerung, "dann sind wir gleichwohl weit vorangekommen". Schließlich gebe es kein vergleichbares Land der Welt, das in den vergangenen Jahrzehnten vor einer ähnlichen Herausforderung gestanden habe.

Zentral wurde in diesem Jahr wurde vom 2. bis 4. Oktober die Wiedervereinigung Schwerin gefeiert. Das gehört inzwischen zum festen Ritual. Denn das Bundesland Mecklenburg Vorpommern (MVP) hat gerade den Vorsitz im Bundesrat inne. Und traditionell ist das jeweilige Bundesland dann Gastgeber der offiziellen Einheitsfeier. Das Motto diesen Jahres: VEREINT - Segel setzen! 

Auch in vielen Städten und Gemeinden gedachten die Bürgerinnen und Bürger den Ereignissen des Jahres 1989 und der Weidervereinigung. Im Bild die Feierstunde in Hoppegarten bei Berlin. Hier hielt die Bundestagsabgeordnete Simona Koß (SPD) die Festrede. Foto (re): Jörg Vogelsänger

Was sonst dazu zu sagen ist

Nachtrag 1: Allzu viele wissen heute ziemlich genau, was damals in den Tagen der friedlichen Revolution auf angeblichem Sozialismus auf deutschem Boden schiefgelaufen ist, nicht gewollt war. Es ist ein schier endloser Austausch von Argumenten, Parolen und Halbwahrheiten. Eines sollten wir uns vor Augen führen: Die Diskussionen wären in dem vergangenen Regime der SED nicht möglich gewesen. Der Vorwurf des Sozialdemokratismus z.B. hätte Jahre in Haft eingebracht. Die Stasi war schließlich überall!

Nachtrag 2: Wir maulen im Jahre 2024 über die Unzuverlässigkeit von S-, U-Bahnen und Regios. Wie würden Züge und Gleise heute wohl unter DDR-Zuständen aussehen? Oder die Häuser und Straßenzüge  der Hauptstadt der DDR, Leipzig und all die anderen Städte in den 16 Bezirken. Man wird ja wohl noch fragen dürfen….

Nachtrag 3: Norbert Lammert (CDU, Ex-Bundestagspräsident und bekennender Nordrhein-Westale zur Deutschen Einheit: „Jeder Gelsenkirchener kommt mit weinenden Augen aus den neuen Ländern“. Viele Straßen seien im Osten besser, doch die Laune ist überall gleich schlecht. Auch seine CDU trage dazu bei. (gu)

 
 

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