KI 2024: Das ist erst der Anfang

Veröffentlicht am 24.05.2024 in Wirtschaft

Über ein Jahr ist es nun her und es war (wieder einmal)ein Donnerschlag der Computer-Geschichte: Die erste KI-basierte Wissensplattform namens ChatGPT 35 öffnete ihre Pforten. Eine OpenAI hatte das Silicon Valley und die Giganten der Branche wie Microsoft, Meta, Apple und Google oder IBM abgehängt. Wir berichteten. Doch wie ist der Stand heute? Vor allem für Otto Normalverbraucher. Näher betrachtet von Hajo Guhl

Die Giganten der Branche haben inzwischen ihre eigenen KI-Varianten vorgestellt und/oder in ihre Produkte integriert. Oder sie sind Koalitionen eingegangen. Diese wissensbasierte Künstliche Intelligenz wird unter dem Oberbegriff generative KI (oder generative Artificial Intelligence (gen AI) abgehandelt, um die es auch in diesem Beitrag geht.

IBM schreibt dazu: „Generative KI basiert auf hochentwickelten Modellen für maschinelles Lernen, sogenannten Deep-Learning-Modellen. Dabei handelt es sich um Algorithmen, welche die Lern- und Entscheidungsprozesse des menschlichen Gehirns simulieren. Diese Modelle erkennen und kodieren die Muster und Beziehungen in riesigen Datenmengen und nutzen diese Informationen dann, um die Eingaben oder Fragen der Benutzer in natürlicher Sprache zu verstehen und darauf mit relevanten neuen Inhalten zu antworten“.

KI kostet Energie

Mal etwas weniger akademisch: Ich kann mit Hilfe eines Computers – egal ob Smartphone, Tablet, PC oder sonstiges Terminal kurz gesagt Themen recherchieren, Texte verfassen dazu Bilder oder Videos gestalten. Das Ganze übersetzt mir die KI noch in beliebige Sprachen und liest/spielt noch alles vor. Dazu kann ich komplizierte mathematische Aufgaben lösen, Business-Pläne erarbeiten, ein Call Center betreiben oder einfach Liebesromane verfassen. Schöne Neue Welt.

Dass KI Unmengen an Rechenkapazitäten erfordert und die Server-Farmen Strom schlucken, Wasser verbrauchen und Abwärme erzeugen, wird gerne vergessen. In der Metropolregion Berlin werden deshalb einige Rechenzentren entstehen. Es gilt also schonend mit den Ressourcen Energie und Wasser umzugehen.

Wer jetzt Maschinen-Stürmerei einfordert und sich die gute Alte Zeit herbei wünscht, kommt ohnehin einmal 30 und dann noch einmal 17 Jahre zu spät. In den NeunzigerJahren lernte das Internet laufen und im Jahre 2007 stellte Apple sein erstes Smartphone vor. Beides wurde anfangs verlacht (Tenor: das wird nie was!).

KI wird kommen

In den Berliner U- und S-Bahnen daddelt, liest, telefoniert oder schreibt gefühlt jede*r Dritte mit seinem Smartphone. Wir bezahlen damit Rechnungen, navigieren, verabreden uns.

Und jetzt kommt noch die Künstliche Intelligenz. Eine Frage stellt sich: Nutzt sie tatsächlich oder ist der Hype einfach nur ein Trick von Marketing-Strategen den Kunden noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen? Die Frage ist nicht unberechtigt.

Job-Killer oder Ablöse von Routine-Aufgaben

KI wird auf alle Fälle unsere Gesellschaft verändern. Wo wir bei einem ur-sozialdemokratischem Thema wären. Bis zum Jahre 2030 sollen allein in Deutschland drei Millionen Jobs Änderungen erfahren. So eine Studie von McKinsey. Neue Berufe werden entstehen, alte wegfallen. Die McKinsey-Forscher gehen von einer raschen Einführung der KI-Systeme in den USA und in Europa aus.

Sie könne zur Automatisierung von fast einem Drittel der Arbeitsstunden führen. Bis 2035 könnte diese Zahl in der EU sogar auf 45 Prozent steigen. Dafür müssten in Europa und den Vereinigten Staaten jeweils fast zwölf Millionen Arbeitnehmer ihren Job wechseln. In Europa wären das 6,5 Prozent der aktuellen Arbeitsplätze. Besonders gefährdet: Jobs in Büros und Verwaltung. Aber auch Kreative wie Journalisten, Texter, Designer oder Filmschaffende.

KI im Selbsttest

Als ehemaliger Schreiber für Tageszeitungen und Magazine interessiert natürlich diese Annahme. Da ich sporadisch bei ChatGPT vorbeischaue, wollte ich wissen, wie ist mit dem Umbruch in den Redaktionsstuben oder Seminarräumen der Universitäten. (Als Student hätte ich mich KI nicht so bei meinen Recherchen und der Formulierung so quälen müssen)

Um es vorweg zu nehmen. KI beeindruckt, auch wenn sie zwischendurch halluziniert, also wirres Zeug berichtet. Wer allerdings fertige Artikel erwartet, wird enttäuscht. Denn es kommt auf den Redakteur, sein Thema und seine Fragen an. Zwei Beispiele aus den letzten Tagen.

Wir feierten 75 Jahre Grundgesetz

Deutschland lag nach zwölf Jahren faschistischer Diktatur und dem Wahn von Herrenrasse in Schutt und Asche. Die künftige Bundesrepublik (Deutschland- West, amerikanische, britische und französische Besatzungszone) sollte eine neue Verfassung erhalten.

Sie sollte widerstandsfähiger sein als die Weimarer Verfassung und die Demokratie in der neuen Bundesrepublik schützen. 61 Männer und vier Frauen tagten im parlamentarischen Rat, der das Grundgesetz ausarbeitete. Heute, 75 Jahre nach der Verkündung, feierte das einige Deutschland (inzwischen auch schon im 35. Jahre) sein Jubiläum.

Wieso heißt die Verfassung eigentlich Grundgesetz? Was verband die Verfassung der Bundesrepublik mit der DDR-Ausgabe. Wieso bezieht sich das Grundgesetz auf die Weimarer Verfassung? Wo kommt die eigentlich her.

Für eine kurze Geschichte der deutschen Verfassungen hat der Redakteur bei ChatGPT 4o angefragt. https://chatgpt.com/share/dc1b5c39-6b40-45c7-a24e-462df71bef7e

Wann kommt der vollautomatische Straßenverkehr?

In den Öffentlichen Verkehrsmitteln wie Busse und Bahnen, aber auch dem Transport mit LKW und Güterzügen fehlen Fahrer und Logistiker. Wann kommt der selbständig fahrende PKW, der uns immer (ohne Führerschein) nach Hause bringt? Die Voraussetzungen für autonomes KI-basiertes Fahren im ÖPNV und offener Straße in Kurzform, erfragt bei ChatGPT 40 https://chatgpt.com/share/09e82618-30ce-48d0-956d-af441a1f0005

 
 

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Newsticker

17.06.2024 18:37 Wiese/Kreiser zum Beschluss des Onlinezugangsgesetzes
Der Vermittlungsausschuss zwischen Bund und Ländern hat einen Kompromissvorschlag zur Änderung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) beschlossen, der heute im Bundesrat und Bundestag verabschiedet wurde. Die Änderungen am OZG legen einen Grundstein für eine umfassende Digitalisierung der Verwaltung und stellen sicher, dass Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen in Deutschland von modernen und nutzerfreundlichen Onlinediensten der Verwaltung profitieren… Wiese/Kreiser zum Beschluss des Onlinezugangsgesetzes weiterlesen

17.06.2024 18:36 Carlos Kasper zum Rekord-Kokainfund im Hamburger Hafen
Der Zoll hat heute mitgeteilt, dass bei einem Ermittlungsverfahren im vergangenen Jahr die Rekordmenge von 35 Tonnen Kokain unter anderem im Hamburger Hafen sichergestellt wurde. „Die Sicherstellung von über 35 Tonnen Kokain im Hamburger Hafen ist ein massiver Schlag gegen die Organisierte Kriminalität. Unser Zoll und unsere Polizei leisten eine großartige Arbeit, wenn wir ihnen… Carlos Kasper zum Rekord-Kokainfund im Hamburger Hafen weiterlesen

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