Stromproduktion in Steinhöfel: Solar oben - Acker unten
Veröffentlicht am 07.05.2024 in Landwirtschaft
Gegenwärtig entsteht in Steinhöfel auf 500 Hektar eine Aktiv-Solar-Anlage. Sie kombiniert landwirtschaftliche Nutzung und die Energieerzeugung. Heute besuchte der Bundespräsident Frank Walter Steinmeier und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke in Neuendorf am Sander (Oder Spree) das wegweisendes Solar-Projekt. Mathias Papendieck begleitete die beiden.
Politische Herrenrunde in Begleitung einer charmanten Studentin
Das Herzstück dieses Projekts der Firma Sun Farming aus Erkner sind 2,20 Meter hohe Solarmodule, die in einer Höhe von 2,20 auf Stelzen stehen. Sie erzeugen Strom, aber die darunterliegende Fläche lässt sich weiterhin die für Tierhaltung und Pflanzenanbau nutzen. Diese Solarmodule sind mit so genannten bifazialen Technologien ausgestattet, d.h sie lassen bis zu 50 Prozent des Lichtes durch. Das erlaubt die weiterhin Nutzung der Fläche für die Landwirtschaft.
Ein innovatives Bewässerungssystem verteilt das Regenwasser unterhalb der Solarpanele gleichmäßig über das Gelände. Es verhindert auch, dass der Regen auf den Modulen im reflektierenden Sonnenlicht ungenutzt verdunstet.
Neben der Gewinnung von Solarstrom, wird es Landwirten möglich zusätzliche Einnahmequellen zu schaffen, nämlich ihre Böden weiterhin zu bewirtschaften.
Mit einer Leistung von 500 Megawatt wird das Aktiv-Solar-Projekt einen signifikanten Beitrag zur Energiewende leisten, der vergleichbar ist mit einem Kohlekessel in Jenschweide oder damit einem Drittel der Leistung eines Kernkraftwerks. Batterie-Pakete werden den erzeugten Solar-Strom speichern, damit er unabhängig von Tageszeit und Sonnenschein ins Netz eingespeist werden kann.
Außerdem werden Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in den umliegenden Ortschaften installiert, um kostengünstige Strom für E-Autos anzubieten.
Dazu der Bundestagsabgeordnete Mathias Papendieck, der Frank Walter Steinmeier und Diemar Woidke bei ihrem Besuch begleitete: „Wir möchten dem Bundespräsidenten und dem Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg für ihren Besuch und ihre Unterstützung danken. Ihr Interesse an diesem wegweisenden Projekt unterstreicht die Bedeutung von Innovationen im Bereich der erneuerbaren Energien für die Zukunft unseres Landes“. (MPap/gu)
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