Nachhaltigkeit: Umweltminister Vogelsänger stellt Fortschreibung vor

Veröffentlicht am 21.05.2019 in Umwelt

Die Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes von 2014 hat Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger in der Kabinettssitzung am 21. Mai vorgestellt. Neu an dieser Fassung ist die Ausrichtung an den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, den Sustainable Development Goals (SDG). Nachhaltige Entwicklung beschreibt das Handeln der jetzigen Generation, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden.

Nachhaltige Entwicklung hängt entscheidend davon ab, dass alle relevanten Akteure im Land gut zusammenspielen. Kommunen, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft müssen weiterhin mit der Landesregierung eng zusammenarbeiten. Wir wollen Menschen wie Institutionen inspirieren, eigene Leitbilder zu entwickeln und einen Werte- und Bewusstseinswandel hin zu mehr Nachhaltigkeit in ihrem Alltag zu leben“, betonte Vogelsänger.

Die Landesziele zur Umsetzung der 17 SDG betreffen Bereiche wie Armutsbekämpfung, Ernährung, Gesundheit, Bildung, Gleichberechtigung, Umwelt- und Klimaschutz, menschenwürdige Arbeit, Frieden und Gerechtigkeit, zum Beispiel:

  • Biologische Vielfalt: So Brandenburg sollen die typischen Arten erhalten und gefährdete Arten in ihren Beständen wieder verbessert werden. Dazu wurde ein Index aus 41 Vogelarten neu geschaffen.

  • Bildung: Die Landesregierung wird bis 2030 sicherstellen, dass alle Jugendlichen und die allermeisten Erwachsenen lesen, schreiben und rechnen lernen.

  • Gleichstellung: Der Anteil von Frauen in Kommunalparlamenten und im Landtag soll gesteigert werden.

  • Arbeit und gerechte Löhne: Kriterien sind die Abweichung des Lohnniveaus vom Bundesdurchschnitt beziehungsweise der Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge.

  • Infrastruktur: Beim Netzzugang von mehr als 50 Megabyte strebt das Land eine flächendeckende Versorgung der märkischen Haushalte bis Ende 2020 an.

  • Treibhausgase: Die energiebedingten CO2-Emissionen sollen von 58 Millionen Tonnen im Jahr 2014 auf 25 Millionen Tonnen im Jahr 2030 verringert werden.

Wie wird kontrolliert?

Zum Stand der Ziele wird das Amt für Statistik einmal pro Legislaturperiode einen Bericht veröffentlichen. Die Landesregierung wird über den Stand der Strategieumsetzung und ihrer Maßnahmen berichten, die Indikatorenentwicklung bewerten und die Strategie fortschreiben.

Hintergrund

Die Sustainable Development Goals wurden im September 2015 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York verabschiedet. Die SDG skizzieren eine neue und ehrgeizige weltweite Agenda, um u.a. Armut und Hunger zu reduzieren, Gesundheit zu verbessern, Gleichberechtigung zu ermöglichen, den Planeten zu schützen.

 
 

Abgeordnete im Landtag

Ludwig Scheetz

Wahlkreis 27: Dahme-Spreewald II/ Oder-Spree I

Jörg Vogelsänger

Wahlkreis 31: Märkisch-Oderland I/ Oder-Spree IV

Corona: Telefone & Adressen

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Aktuelle Lage COVID-19 Lage im Land Brandenburg. Beachten Sie bitte auch die aktuellen Beschränkungen.

Quarantäne-Verordnung

Die obligatorische 14-tägige häusliche Isolation entfällt für Reisende aus Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz und Großbritannien mit Nordirland. Für Reisende aus anderen Staaten gilt die Quarantäne weiterhin, allerdings mit zahlreichen Ausnahmen.

Die Schulen sollen bis zu den Sommerferien schrittweise öffnen. Ab 11. Mai dürfen vorerst die fünften Klassen in Grund- und Förderschulen wieder in den Unterricht. Freie Lehrer dürfen Nachhilfe geben,Musikschulen Kinder und Jugendliche wieder einzeln unterrichten.

Regeln für Kinderbetreuung

Für Kindertagesstätten wird den Landkreisen und kreisfreien Städten ab dem 25. Mai ein größerer Spielraum gegeben.  Die Auslastung der Kitas – jetzt durchschnittlich bei 34 Prozent - soll aber kontinuierlich erhöht werden. Die Landkreise und kreisfreie Städte entscheiden.

Eltern mit Recht auf Notfallbetreuung, behalten ihren Anspruch. Vorrangig sollen Kinder im letzten Kita-Jahr vor der Einschulung wieder die Kita besuchen. Alle Tagespflegepersonen dürfen wieder im vollen Umfang ihre Tätigkeit ausüben und auch Kinder betreuen, die keinen Notfallbetreuungsanspruch haben.

Die Notbremse

Bei mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen soll es regional wieder Beschränkungen geben. Bisher liegen alle Kreise und kreisfreien Städte in Brandenburg darunter, im Landesschnitt liegt der Wert bei 7,5. Der Landkreis Oder-Spree hatte insgesamt 126 Corona-Erkrankte und in den vergangenen sieben Tagen: 2,80 neue Fälle pro 100.000 Einwohner (7.Mai).

Was tun bei COVID-19

Erkrankt? Setzen Sie sich nicht in das Wartezimmer Ihres Arztes. Gehen Sie nicht zur Notaufnahme! Rufen Sie an! Oder informieren Sie das Gesundheitsamt, das für Sie zuständig ist. Ärztlicher Bereitschaftsdienst (ohne Vorwahl): 116 117

Auskünfte des Landes

Das Bürgertelefon der Landesregierung: 0331 866-5050 montags bis freitags von 9:00 bis 19:00 Uhr. Keine medizinische und rechtliche Beratung zum Coronavirus.
Gesundheitsministerium: Einschränkungen im Land und alle weiteren Informationen
Für Fragen und Anliegen: buergeranfragen-corona@brandenburg.de
Antworten auf häufig gestellte Fragen: www.corona.brandenburg.de.

Infos von Bund und Wissenschaft

Bundesgesundheitsministerium: Was muss ich beachten?
Bundesaußenministerium: Reisebeschränkungen
Robert Koch Institut: Daten und Informationen aus Erster Hand
Robert Koch Institut: Internationale Risikogebiete

Landkreis Oder-Spree

Infotelefon Landkreis Oder-Spree: (03366) 35-2002
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Beachten Sie auch das Internet des Landkreises Oder-Spree oder Ihrer Gemeinden
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COVID-19: Aktueller Stand

Robert Koch Institut (RKI): Deutschland
Wikipedia: Pandemie - ein großer Überblick
Hopkins Universität: Internationale Entwicklung

Weitere Telefonnummern

Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800 011 77 22
Übersicht Bürgertelefone der Landkreise und kreisfreien Städte: https://kkm.brandenburg.de/kkm/de/start/hotlines/
Hilfetelefon für Menschen mit Demenz und deren Angehörige: 0331 27346111
Telefonseelsorge: 0800-1110111 oder 0800-1110222 oder 116 123
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