Landtag: Demokratische Parteien wollen Sondersitzung

Veröffentlicht am 22.11.2020 in Landespolitik

Die Fraktionen von SPD, CDU, Grünen, FDP und BVB/Freie Wähler wollen in der neuen Woche in einer Sondersitzung über die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-Pandemie beraten. Bei der Debatte sollen die Ergebnisse der gemeinsamen Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am kommenden Mittwoch, 25. November 2020 zur Sprache kommen. Die demokratischen Parteien im Brandenburger Landtag beantragen die Sondersitzung gemäß § 17 Abs. 2 GOLT. Dazu die Stellungnahmen der Fraktionsvorsitzenden:

  • Erik Stohn, SPD-Fraktionsvorsitzender: „Seit dem 2. November sind neue Regeln in Kraft, die bisher noch nicht zu einer Trendumkehr beim Infektionsgeschehen geführt haben. Die Zahlen lassen erkennen, dass die Beratungen der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten nicht einfach werden. Es muss uns aber gelingen, die Kurve abzuflachen und die Gesellschaft zusammenzuhalten. Wir sollten daher die Maßnahmen so breit wie möglich diskutieren und die wirksamsten von ihnen anwenden. Aus diesem Grund beantragen die Regierungsfraktionen und die demokratischen Oppositionsfraktionen gemeinsam eine Sondersitzung des Parlaments.“  
  • Dr. Jan Redmann, Fraktionsvorsitzender der CDU: „Wir haben für nächste Woche eine Sondersitzung des Landtages beantragt, um über die Ergebnisse der Bund-Länder-Gespräche zu den Maßnahmen der Corona-Eindämmung zu diskutieren. Ausgehend von der dann aktuellen Entwicklung der Pandemie soll der Landtag beraten, welche Maßnahmen zur Eindämmung in den kommenden Wochen notwendig sind. Als Parlamentarier nutzen wir unser bestehendes Recht, uns an der Entscheidungsfindung bei der Erarbeitung der neuen Eindämmungsverordnung zu beteiligen.“
  • Benjamin Raschke, Vorsitzender der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: „Nachdem in der vergangenen Ministerpräsidentenkonferenz mehrere Fragen offen geblieben waren, werden die Regierungschefs und -chefinnen am kommenden Mittwoch vermutlich weitreichende Verabredungen im Umgang mit COVID-19 treffen. Es ist unerlässlich, dass wir die Konsequenzen als Landtag beraten. So hat die Landesregierung Gelegenheit, die hier aufgeworfenen Punkte in die neue Verordnung einfließen lassen zu können.“
  • Sebastian Walter, Vorsitzender der Fraktion Die Linke: „Auch wir als Opposition begrüßen die Sondersitzung ausdrücklich. Wir kommen so der von uns geforderten stärkeren Parlamentsbeteiligung ein weiteres Stück näher. Bei aller unterschiedlichen Bewertung der Maßnahmen und auch unserer Kritik daran, eint alle demokratischen Kräfte, dass wir die Rolle des Parlamentes stärken wollen und so für mehr Transparenz und Solidarität sorgen können.“
  • Péter Vida, Vorsitzender der Fraktion BVB / FREIE WÄHLER: „Wir haben schon immer dafür geworben, dass der Landtag stärker involviert wird, um die Maßnahmen gründlich beraten zu können. Wir erwarten, dass so brandenburg-spezifische Festlegungen gefunden werden, vor allem mit Rücksicht auf das nahende Weihnachtsfest.
 
 

Für Sie im Landtag

Jörg Vogelsänger

Wahlkreis 31: Märkisch-Oderland I/ Oder-Spree IV

Ludwig Scheetz

Wahlkreis 27: Dahme-Spreewald II/
Oder-Spree I

LOS SPD bei Facebook!

Besuche unsere Seite auf Facebook!

Newsticker

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Besucher:670508
Heute:493
Online:2