Corona: Was in den nächsten Wochen zu beachten ist

Veröffentlicht am 07.01.2022 in Allgemein

Wer seine Auffrischung („Booster“) erhalten hat, ist deutlich besser geschützt. Das ist die Erkenntnis von Ärzten. Bis zum Jahresende 2021 haben 30 Millionen ihren dritten Pieks erhalten, noch einmal so viele sollen es bundesweit bis Ende Januar 22 sein. So Bundeskanzler Olaf Scholz auf der Pressekonferenz zum Bund-Länder-Gipfel am vergangenen Freitag. Das erste Corona-Treffen der Politiker von Bund und Ländern (MPK) im neuen Jahr war erfrischend kurz, betonte Berlins Erste Bürgermeisterin Franziska Giffey. Das liege auch an der exzellenten Vorbereitung durch den 19-köpfigen Expertenrat. Was wir in den nächsten Wochen beachten müssen!

Die Omikron-Variante wird uns noch lange beschäftigen“, erklärte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nach einer Videokonferenz mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder zur aktuellen Corona-Lage. Es könne noch keine Entwarnung für das Gesundheitssystem gegeben werden. Die Infektionszahlen würden weiter steigen, auch mit einer zunehmenden Zahl von Patienten in den Krankenhäusern. „Deshalb müssen wir uns auf diese Situation vorbereiten und tun dies auch“, so Scholz.

In Brandenburg liegt das Wochenziel gegenwärtig bei insgesamt 160.000 Impfungen. Beim Impfen bleibt trotz umfangreicher Bemühungen Brandenburg an vorletzter Stelle der Bundesländer.
Die aktuellen Zahlen vom 7.1.2022 können in keiner Weise zufrieden stellen:
Erstimpfungen: Brandenburg 67,6%, Bundesdurchschnitt 74,5%.
Zweitimpfungen: Brandenburg 65,1%, Bundesdurchschnitt 71,6%.
Booster Impfungen: Brandenburg 35,4%, Bundesdurchschnitt 41,6%.
Merke: Auch eine erste Impfung schützt in der Regel gerade Kinder und Jugendliche vor einer besonders schweren Erkrankung!

Das wurde auf dem Gipfel vereinbart.

Bundesweit wird kurzfristig für Gaststätten, Bars und Kneipen die 2GPlus Regel eingeführt. Wer bereits eine Auffrischungsimpfung („Booster“) erhalten hat, darf ohne Testnachweis eintreten. Wer zweimal geimpft (bzw. genesen) ist, muss einen tagesaktuellen negativen Test vorlegen.

Wegen der Omikron-Variante empfiehlt das Gremium dringend das Tragen einer FFP2-Maske z. B. im Einzelhandel, im ÖPNV oder bei Kulturveranstaltungen. Eine medizinische Maske bietet nur einen geringeren Schutz.

Neue Regeln für Quarantäne

  • Isolation und Quarantäne enden künftig nach 10 Tagen (bisher 14 Tage); man kann sich jedoch bereits nach 7 Tagen frei-testen (PCR oder zertifizierter Antigen-Schnelltest „Bürgertest“).
  • Für Beschäftigte in Einrichtungen mit besonderes verletzlichen Personen (z. B. Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen) ist das Frei-Testen nach 7 Tagen nur mit PCR-Test möglich. Für Kontaktpersonen, die bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, entfällt die Quarantänepflicht grundsätzlich.
  • Krippen- und Kitakinder sowie Schülerinnen und Schüler können sich als Kontaktpersonen bereits nach fünf Tagen frei-testen (PCR oder „Bürgertest“), da sie in Brandenburg zumindest an den Schulen regelmäßig getestet werden.
  • Voraussichtlich bis spätestens Mitte Februar wird es auch eine Testpflicht in Krippen und Kitas geben.

Diese Regeln bleiben bestehen:

  • Für Ungeimpfte gilt weiter: 1 Haushalt + 2 Personen eines weiteren Haushaltes (Kinder bis 14 ausgenommen)
  • Private Zusammenkünfte auch von vollständig Geimpften/Genesenen (2G) bleiben auf 10 Personen beschränkt;
  • Clubs und Diskotheken bleiben geschlossen; Tanzveranstaltungen bleiben verboten.
  • Flächendeckend 2G für Kultur- und Freizeitgestaltung; viele Veranstalter entscheiden sich freiwillig für 2G+ oder das Tragen von FFP2-Masken während der Veranstaltungen, um die Sicherheit weiter zu erhöhen.
  • Die Verpflichtung zum Home-Office besteht weiter.

Kritische Infrastruktur muss funktionieren

Es besteht die Gefahr, dass viele Beschäftigte krankheitsbedingt oder aufgrund von Quarantäne-Auflagen ihren Dienst in den kommenden Wochen nicht antreten können. Das würde vor allem für die sogenannte kritische Infrastruktur wie Polizei, Feuerwehr, Gesundheitswesen und Energieversorgung problematisch. Deshalb sind dort Notfallpläne aktiviert. Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Mit den verkürzten Quarantäne-Zeiten kann dieses Problem zumindest abgemildert werden. Die Quarantäne muss so kurz wie möglich und so lange wie nötig sein.“ Das Brandenburger Kabinett wird die Landesverordnung spätestens am 18. Januar 2022 aktualisieren.

 
 

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