Mai-Steuerschätzung: Höhere Einnahmen für Brandenburg

Veröffentlicht am 17.05.2022 in Landespolitik

Das Land Brandenburg rechnet in den nächsten Jahren mit höheren Steuereinnahmen rechnen als bislang erwartet. Finanzministerin Katrin Lange informierte heute das Kabinett in Potsdam. Im laufenden Jahr kann gegenüber den Annahmen des Landeshaushalts 2022 von Mehreinnahmen in Höhe von insgesamt 350 Millionen Euro ausgegangen werden. In den Jahren 2023 und 2024 – für die Brandenburg einen Doppelhaushalt vorbereitet – betragen die jetzt prognostizierten Mehreinnahmen gegenüber der Steuerschätzung vom November letzten Jahres rund 492 Millionen Euro bzw. 468 Millionen Euro.

Finanzministerin Lange: „Das Ergebnis der aktuellen Steuerschätzung bringt auf den ersten Blick eine verbesserte Einnahmesituation mit sich. Es liegt wie erwartet höher als noch im November des vergangenen Jahres. Die prognostizierten Mehreinnahmen resultieren zu einem erheblichen Teil aus der sehr hohen Inflation, die die Einnahmeerwartungen aufbläht, und die keineswegs ein rasch vorübergehendes Phänomen ist.

Die Kehrseite: Das Land müsse mit deutlich höhere Preisen rechnen, und das nicht allein für Baukosten. Die neue Steuerschätzung sei somit alles andere als ein finanzpolitischer Befreiungsschlag.

„Finanzpolitisch sind wir bis jetzt gut durch die Corona-Pandemie und die Ukraine Krise gekommen“, so Jörg Vogelsänger, finanzpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Brandenburger Landtag. „Trotz positiver Zahlen wird es keine neuen Spielräume geben. Pandemie und Krieg fordern ihren Preis. Deshalb bleiben die Haushalte 2023 und 2024 eine große Herausforderung. Kurzum: Keine Panik, aber auch keine Entwarnung“.

Jeweils 22,4 Prozent der Steuermehreinnahmen des Landes fließen allein den Kommunen zu, die auf diese Weise ebenfalls von der günstigeren Entwicklung profitieren werden. Für die Jahre 2023 und 2024 ergeben sich gegenüber der Schätzung im November 2021 nach der neuen Prognose daraus zusammen rund 440 Millionen Euro Mehreinnahmen für Brandenburgs Städte und Gemeinden.

Frühjahrs-Projektion der Bundesregierung

Für das Jahr 2022 erwartet die Bundesregierung einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um real plus 2,2 Prozent. Im Jahr 2023 setzt sich die Entwicklung des BIP demnach mit real plus 2,5 Prozent fort. Im November war die Bundesregierung noch von einem Wachstum von 4,1 Prozent im Jahr 2022 ausgegangen.

 
 

Für Sie im Landtag

Jörg Vogelsänger

Wahlkreis 31: Märkisch-Oderland I/ Oder-Spree IV

Ludwig Scheetz

Wahlkreis 27: Dahme-Spreewald II/
Oder-Spree I

LOS SPD bei Facebook!

Besuche unsere Seite auf Facebook!

Newsticker

03.05.2026 15:23 Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit
Tag der Pressefreiheit: Wir schützen Journalist:innen und stärken die Medienvielfalt. Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher: Am Tag der Pressefreiheit zeichnet sich eine desolate Entwicklung für Journalist:innen weltweit ab. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb konsequenten Schutz und eine Digitalsteuer, die den Medienstandort Deutschland und Europa sichert. „Am Tag der Pressefreiheit geht es um mehr als um… Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit weiterlesen

01.05.2026 15:23 Armand Zorn zum Tankrabatt
Wir entlasten schnell und spürbar Über die befristete Senkung der Energiesteuer ist es möglich, sehr schnell jene spürbar zu unterstützen, die es dringend brauchen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Mineralölkonzerne die Steuersenkung an die Verbraucher:innen weitergeben und die Preise entsprechend senken. Mit der weiteren Schärfung des Kartellrechts muss rasch der dritte Teil unseres… Armand Zorn zum Tankrabatt weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Besucher:670500
Heute:118
Online:3