Brandenburg und Corona: Weitere Lockerungen!

Veröffentlicht am 26.05.2020 in Allgemein

Die Kontaktbeschränkungen im Bundesgebiet gelten jetzt bis zum 29. Juni. Darauf haben sich Bund und Länder sich verständigt. Mehrere Bundesländer werden allerdings eigene Entscheidungen fällen. Die Meldung ist aktualisiert.

Treffen von bis zu zehn Menschen oder Angehörigen zweier Haushalte in der Öffentlichkeit sind jetzt gestattetet. Es wird aber weiterhin empfohlen, die Zahl der Menschen, zu denen man Kontakt hat, möglichst gering zu halten und den Personenkreis möglichst konstant zu belassen.

Bei allen Treffen also auch daheim sollten Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten und für ausreichende Belüftung gesorgt werden. Am besten seien nach wie vor Treffen im Freien. "In jedem Falle soll die Nachvollziehbarkeit der Teilnehmer gewährleistet sein", heißt es aus dem Kanzleramt.

Etwas umständlich heisst es: Wo die "regionale Dynamik" dies erfordere, sollen weitergehende Kontaktbeschränkungen erlassen werden, um den Ausbruch einzudämmen und ein überregionales Infektionsgeschehen zu verhindern.

Die Verordnung für Brandenburg tritt am Donnerstag, 28. Mai 2020, in Kraft und gilt vorerst bis 15. Juni. Bis zum 31. August sind Großveranstaltungen weiter verboten. Die Fußball-Bundesliga ist ausgenommen, sie durfte mit Geisterspielen ohne Zuschauer starten.

Gewerbe, Institutionen und Veranstaltungen

Ab Donnerstag, 28. Mai

  • Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Gewerbe dürfen wieder öffnen.

  • Versammlungen und Veranstaltungen (zum Beispiel genehmigte Demonstrationen oder Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen) unter freiem Himmel mit bis zu 150 und in geschlossenen Räumen mit bis zu 75 Personen sind erlaubt.

  • Die Zahl der Teilnehmer von fünf Personen bei Fahrunterricht, Nachhilfe oder Musikunterricht und ähnlichen Angeboten wird aufgehoben.

  • Zusammenkünfte oder Feiern im privaten oder familiären Bereich aus gewichtigem Anlass, zum Beispiel Hochzeitsfeiern, mit bis zu 50 Personen sind gestattet.

  • Feste an Schulen zu besonderen Anlässen unter freiem Himmel mit bis zu 150 und in geschlossenen Räumen mit bis zu 75 Personen sind erlaubt.

  • Für Kitas gilt dies nur für Veranstaltungen im Freien. Inhäusig müssen sie leider verboten bleiben.

  • Ist der Aufenthalt im öffentlichen Raum mit bis zu zehn Personen oder zwei Hausständen möglich

Ab Samstag, 6. Juni

  • Kulturveranstaltungen können in Räumen mit bis zu 75 Personen und unter freiem Himmel mit bis zu 150 Personen stattfinden. Zu den Veranstaltungsformaten gehören zum Beispiel Konzerte, Theater und Kinos.

Sport und Sportbetrieb

Ab Donnerstag, 28. Mai

  • Öffentliche und private Indoor-Sportanlagen, insbesondere Gymnastik-, Turn- und Sporthallen, Fitnessstudios, Tanzschulen und Tanzstudios dürfen grundsätzlich wieder öffnen. Die Kontaktdaten der Besucher für eine Infektionsnachverfolgung sind zu erheben.

  • Auch Freibäder und sonstige Badeanlagen unter freiem Himmel können wieder geöffnet werden.

  • Geschlossen bleiben jedoch Indoor-Spielplätze.

Die Betreiber haben generell die Hygienekonzepte zu beachten: Das allgemeine Abstandsgebot muss gewährleistet sein, etwa durch Steuerung des Zutritts und der Nutzung von Geräten; der Sport darf nur kontaktfrei (außer bei Teilnehmenden aus demselben Haushalt/Lebenspartner) sein; geeignete Desinfektionsmaßnahmen müssen regelmäßig durchgeführt werden, insbesondere in Sammelumkleiden und Sanitäreinrichtungen;

Ab Samstag, 13. Juni

  • Indoor-Bäder einschließlich Spaß- und Freizeitbäder, Trockensaunen über 80 °C ohne Aufgüsse, Thermen, Thermalbäder und sonstige Badeanlagen in geschlossenen Räumen können öffnen. Alle Einrichtungen dürfen von Personen mit Atemwegserkrankungen nicht betreten werden.

Weniger Neuansteckungen

Im Land Brandenburg kamen von Dienstag auf Mittwoch, 27. Mai 2020, 23 neue Virusfälle (Robert-Koch-Institut) hinzu, bundesweit waren es 362. Wenige im Verhältnis zu einer Bevölkerung von 82 Millionen Menschen. Doch denken wir daran. Die zur Zeit geringen Neuansteckungen haben wir den konsquenten Maßnahmen von Bundesregierung, den Ländern, den Kreisen, den Gesundheitsämtern und insbesondere unseren Gesundheitseinrichtungen mit ihen Mitarbeitern zu verdanken. Es könnte auch anders aussehen! Ein Blick über den großen Teich in Richtung USA oder Brasilien sollte genügen.

Umso wichtiger!

Halten Sie sich bitte an die Corona-Beschränkungen. Das „Umsteuern aus Krisenmodus in Regelmodus“ ist mühsam und wird dauern. Vermiesen wir uns nicht den wohlverdienten Urlaub. Die immer wieder aufflammenden Infektionsherde (Hotspots) können sich schnell zum Flächenbrand ausbreiten (2. Welle).

Die Anstrengungen um die Bekämpfung der Seuche sollten nicht Spielball von politischem Geplänkel werden. Kommende Wahlkämpfe und Eitelkeiten hin oder her.

 
 

Abgeordnete im Landtag

Ludwig Scheetz

Wahlkreis 27: Dahme-Spreewald II/ Oder-Spree I

Jörg Vogelsänger

Wahlkreis 31: Märkisch-Oderland I/ Oder-Spree IV

Corona: Adressen, Telefone & Vorschriften

Unterbrechen Sie die Infektionsketten!

Aktuelle Lage COVID-19 Lage im Land Brandenburg. Gebote und Verbote (nach rbb). Bitte beachten Sie die aktuellen Warungen des Bundes. Auch bei den Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes  gibt es immer wieder Aktualisierungen. Was tun bei Rückreise aus einem Risikogebiet? Ein gute Übersicht über Reisen im Lande und International bietet auch der ADAC. Installieren Sie die Corona Warn App auf ihr Smartphone.

Die Notbremse

Bei mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen soll es regional wieder Beschränkungen geben. Bisher liegen alle Kreise und kreisfreien Städte in Brandenburg darunter, im Landesschnitt liegt der Wert bei 7,5. Der Landkreis Oder-Spree hatte insgesamt 126 Corona-Erkrankte und in den vergangenen sieben Tagen: 2,80 neue Fälle pro 100.000 Einwohner (7.Mai).

Was tun bei COVID-19

Erkrankt? Setzen Sie sich nicht in das Wartezimmer Ihres Arztes. Gehen Sie nicht zur Notaufnahme! Rufen Sie an! Oder informieren Sie das Gesundheitsamt, das für Sie zuständig ist. Ärztlicher Bereitschaftsdienst (ohne Vorwahl): 116 117

Auskünfte des Landes

Das Bürgertelefon der Landesregierung: 0331 866-5050 montags bis freitags von 9:00 bis 19:00 Uhr. Keine medizinische und rechtliche Beratung zum Coronavirus.
Gesundheitsministerium: Einschränkungen im Land und alle weiteren Informationen
Für Fragen und Anliegen: buergeranfragen-corona@brandenburg.de
Antworten auf häufig gestellte Fragen: www.corona.brandenburg.de.

Infos von Bund und Wissenschaft

Bundesgesundheitsministerium: Was muss ich beachten?
Bundesaußenministerium: Reisebeschränkungen
Robert Koch Institut: Daten und Informationen aus Erster Hand
Robert Koch Institut: Internationale Risikogebiete

Landkreis Oder-Spree

Infotelefon Landkreis Oder-Spree: (03366) 35-2002
Infotelefon Helios-Klinikum: (0800) 8 123 456
Beachten Sie auch das Internet des Landkreises Oder-Spree oder Ihrer Gemeinden
Fährt mein Bus, meine Bahn: Prüfen Sie den Fahrplan des VBB!

COVID-19: Aktueller Stand

Robert Koch Institut (RKI): Deutschland
Wikipedia: Pandemie - ein großer Überblick
Hopkins Universität: Internationale Entwicklung

Weitere Telefonnummern

Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800 011 77 22
Übersicht Bürgertelefone der Landkreise und kreisfreien Städte: https://kkm.brandenburg.de/kkm/de/start/hotlines/
Hilfetelefon für Menschen mit Demenz und deren Angehörige: 0331 27346111
Telefonseelsorge: 0800-1110111 oder 0800-1110222 oder 116 123
Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: 08000 116 016
Hilfetelefon für Kinder und Jugendlichen: 116 111

Newsticker

20.09.2020 16:31 Startschuss zur Umsetzung der Nationalen Demenzstrategie
Heute ist Welt-Alzheimertag. SPD-Fraktionsvizin Bärbel Bas hält es für ein wichtiges Signal, dass in dieser Woche die Umsetzung der Nationalen Demenstrategie beginnt. „Es ist ein wichtiges Signal, dass in dieser Woche der Startschuss zur Umsetzung der Nationalen Demenzstrategie fällt. Damit sollen 162 konkrete Maßnahmen umgesetzt werden, um das Leben für die Demenzkranken lebenswerter zu gestalten.

20.09.2020 16:29 Rassismus-Studie wäre im Sinne der Polizist*innen
SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese kann nicht nachvollziehen, dass der Innenminister eine Rassismus-Studie bei der Polizei ablehnt. Sie wäre im Sinn der Polizist*innen, die auf dem Boden des Grundgesetzes stehen. „Dass sich Horst Seehofer trotz der Aufdeckungen bei der Polizei in Mülheim weiterhin stur gegen eine unabhängige Studie stellt, ist falsch und nicht nachvollziehbar. Eine Studie, die

Ein Service von websozis.info

Besucher:670340
Heute:33
Online:2

SPD Brandenburg online