Der Unbedarfte hat seine Schwierigkeiten Deutschland geschweige denn Brandenburg auf einem Globus (ohne Google) zu finden. Irgendwo oberhalb von Afrika bzw. den Alpen. Links vom Russischen Reich eines Vladimir Putin. Kurz vor der Nordsee, die in den Atlantik mündet. Unterhalb der Arktis und Skandinavien, Mit unseren etwas über 82 Mio. Menschen machen wir gerade ein Prozent unserer Spezies aus. Rund 130 Mio. sprechen unsere Sprache bzw. einen Dialekt oder verstehen wenigstens diese Indoeuropäische Mundart. Da stellt sich die Frage: Wo stehen wir, vor allem im Vergleich mit anderen Völkern auf dem Erdball? Beginnen wir mit einem Vergleich. (Dieser wird fortgesetzt/gu)
Die gute Nachricht zuerst: Europäische Union (rund 451 Mio. Einwohner): Die 27 Mitgliedstaaten stellen etwa 5,4 Prozent der Weltbevölkerung und erwirtschaften rund 17,8 Prozent der weltweiten nominalen Wirtschaftsleistung. Das nominale Bruttoinlandsprodukt beträgt voraussichtlich 22,81 Billionen US-Dollar. Globale Rangfolge: Platz 2, wenn die EU als ein Wirtschaftsraum verstanden wird – hinter den USA, vor China.
Die Weltbevölkerung hat sich damit seit 1950 mehr als verdreifacht. Damals lebten weltweit rund 2,5 Milliarden Menschen auf der Erde. Im Jahr 1900 waren es etwa 1,65 Milliarden, heute im Jahre 2026 sind es schätzungsweise 8,3 Milliarden Menschen.
Wo stehen wir überhaupt?
- Deutschland (rund 83,5 Mio. Einwohner): Mit etwa einem Prozent der Weltbevölkerung erwirtschaftet das Land rund 4,3 Prozent der weltweiten nominalen Wirtschaftsleistung. Das nominale Bruttoinlandsprodukt beträgt voraussichtlich 5,47 Billionen US-Dollar. Globale Rangfolge: Platz 3, hinter den USA und China. Innerhalb der EU liegt Deutschland auf Platz 1 (Brandenburg inklusive).
Der globale Vergleich 2026
-
China (1,41 Mrd. Menschen): Mit 17 Prozent der Weltbevölkerung erwirtschaftet China etwa 17 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Das nominale Bruttoinlandsprodukt beträgt voraussichtlich 21,55 Billionen US-Dollar. Globale Rangfolge: Platz 2.
-
Indien (1,48 Mrd. Einwohner): Mit knapp 18 Prozent der Weltbevölkerung erwirtschaftet Indien nur etwa 3,2 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Das nominale Bruttoinlandsprodukt beträgt voraussichtlich 4,06 Billionen US-Dollar. Globale Rangfolge: Platz 6.
-
USA (349 Mio. Einwohner): Mit gut 4 Prozent der Weltbevölkerung erwirtschaften die USA rund 26 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Das nominale Bruttoinlandsprodukt beträgt voraussichtlich 32,64 Billionen US-Dollar. Globale Rangfolge: Platz 1.
-
Japan (122,4 Millionen Einwohner): 1,5 % der Weltbevölkerung, etwa 3,4 % der weltweiten Wirtschaftsleistung. Das nominale Bruttoinlandsprodukt Nippons beträgt 2026 voraussichtlich rund 4,34 Billionen US-Dollar. Damit liegt Japan weltweit auf Platz 4, hinter den USA, China und Deutschland.
-
Russland (143,4 Mio. Einwohner): Mit rund 1,7 Prozent der Weltbevölkerung erwirtschaftet Russland etwa 2,2 Prozent der weltweiten nominalen Wirtschaftsleistung. Das nominale Bruttoinlandsprodukt beträgt 2026 voraussichtlich 2,86 Billionen US-Dollar. Globale Rangfolge: Platz 8.
Die Welt dreht sich...
Es hat sich viel verändert in den letzten Jahren: Westeuropa zählte im Jahr 1900 rund 246 Millionen Einwohner: Mit etwa 14,9 Prozent der damaligen Weltbevölkerung erwirtschafteten die Westeuropäer rund 34,2 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung.
Seit 1970 gehen in Westeuropa und den USA die Anteile der Industrie an der gesamten Wirtschaftsleistung zurück. China entwickelte sich dagegen zu einem der größten Industriestandorte. (Die Kapitalisten waren in den 90er Jahren begeistert im kommunistischen China billig produzieren zu dürfen.)
Wie geht es weiter?
Der Vergleich von aktuellen Zahlen sagt recht wenig aus über den Stand einer Volkswirtschaft und vor allem deren Zukunftsaussichten. Hier geht es um Alterspyramiden, sprich Anzahl der Rentner sowie Sozialleitungen und Investitionen in Bildung und Ausbildung, der Produktion in Landwirtschaft, von Industrie und Dienstleistungen, ihren Anteilen am Bruttonational-Einkommen. Der Kuchen will schließlich mehr oder minder gerecht geteilt werden.
Es geht alles in allem um Zukunftsaussichten. Welche Produkte haben Bestand welche keine Zukunft, welche sind morgen gefragt. Damit wären wir bei der Kernfrage: Wie sieht die Zukunft Europas/Deutschlands aus in einer Welt, die sich rasant weiter bewegt? Ohne, dass wir gefragt werden! (wird fortgesetzt, auch mit Hilfe von ChatGPT. Red. Gu)
Quellen: UN-Bevölkerungsprognose 2026 und IWF, World Economic Outlook, Oktober 2026.