Fußball vor Ort wichtiger als Bundesliga

Veröffentlicht am 05.05.2020 in Allgemein

,Auch in der Corona-Krise setzt die SPD im Landkreis ihre politische Arbeit fort. In Telefonkonferenzen und über Messengerdienste wird diskutiert und sich abgestimmt. Der Aufruf des Vorsitzenden des Unterbezirks Frank Steffen fand breite Resonanz. Zahlreiche Vorschläge für Lockerungen der Corona-Einschränkungen sind zusammengekommen. Der Tenor: Aufpassen und bei den kleineren Unternehmen und Vereinen vor Ort lockern. Der Fußballplatz vor Ort ist wichtiger als die Kickerei in der Bundesliga.

Bürgermeister der Stadt Eisenhüttenstadt Frank Balzer liegen Menschen mit Behinderungen bzw. gesundheitlichen Einschränkungen besonders am Herzen. „Sie  sollten in Kleingruppen wieder Funktionstraining/Reha-Sport auf ihr Krankenkassenrezept zur Verbesserung der Mobilität und Schmerzlinderung durchführen können. Das wird die Selbsthilfegruppen zwar vor organisatorische und finanzielle Herausforderungen stellen, doch ist dies für diesen Personenkreis sehr wichtig“.

Auch für den Vereinssport macht er konkrete Vorschläge. Schon bald sollten Kinder und Jugendliche wieder in Gruppen von fünf bis acht Teilnehmern im Freien trainieren können.

Die langjährige Landtagsabgeordnete Elisabeth Alter setzt sich dafür ein, dass auch Kosmetikstudios und die Fußpflege wieder arbeiten können. Sie verweist dabei auf die vergleichbare Arbeit der Frisöre, die seit Montag ihre Geschäfte wieder geöffnet haben.

Frank Steffen selbst hat Gespräche mit dem Tourismusverband Seenland Oder-Spree geführt. Die Branche stecke in großen Schwierigkeiten schätzt der Beeskower Bürgermeister ein. „Viele Betriebe fürchten um ihre Existenz und fordern einen klaren Zeitplan und Rahmenbedingungen für eine Wiedereröffnung.. Dazu soll es in dieser Woche einen Termin mit dem Landrat geben“, kündigt Steffen an.

Julia Grätz-Ohm erinnert daran, bei allen Lockerungen immer den Virenschutz im Blick zu behalten. Ihr ist aufgefallen, dass es einigen Mitbürgern anscheinend egal sei, ob sie 1,50 m Abstand halten oder nicht. Sie schlägt häufigere Kontrollen vor und mahnt: „Wir sind noch lange nicht am Ende der Krise und das sollte jedem klar werden. Unser Landkreis ist zwar zahlenmäßig mit einem blauen Auge davongekommen, aber das muss nicht so bleiben“.

 
 

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