Weltlage: Nichts ist mehr so wie gestern!

Veröffentlicht am 02.03.2025 in Allgemein

Der Abbruch des Treffens von US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Oval Office markiert einen entscheidenden Wendepunkt in der Weltpolitik. Die Folgen sind kaum absehbar. Das Treiben der (westlichen) Diplomaten und Politiker ist hektisch. Der Versuch einer Übersicht. Fakten und Situationen eingesammelt von Hajo Guhl

  • Der Ausgang des Freiheitskampfes der Ukrainer gegen die russischen Besatzer – der übrigens länger dauert als der Krieg seit drei Jahren – ist ungewisser denn je.
  • Die Verteidigungsgemeinschaft NATO ist brüchig geworden. Wobei die Risse auch schon älter sind als angenommen. Das US-Militär sieht ihre Basen vor allem in Deutschland eher als ureigene Stützpunkte, denn als Standorte zur Verteidigung westlicher Werte in Europa.
  • Der „neue Sheriff in Town“, Donald Trump, New Yorker Immobilien-Hai und Realtity-TV-Akteur zerstört mit seinem Antritt gerade alles, was Amerika mit all seinen Widersprüchen ausmachte. Eine gefestigte Demokratie und Symbol für Freiheit. Das ist aber nur ein Teil dessen, was im ersten Viertel unseres Jahrhunderts tatsächlich vor sich geht!

Weltweit: Faschos auf dem Vormarsch

In den 80er Jahren hat das ein "Futurologe" namens Kahn als "freundlichen Faschismus" beschrieben, was auf die westliche Welt zurollen würde. In der Quintessenz: Den Bürger in Ruhe lassen, so lange dieser sich der Autorität geduldig anpasst (Bekannt). Donald Trump ist da einen Zacken schärfer: Er verlangt innen- und außenpolitisch Unterwerfung. Wir können da nur hoffen, dass sein Scheitern ohne allzu große Scherben stattfinden wird. Übrigens: Zu Beginn des WK I wollten die europäischen Großmächte alle wissen, wer künftig das Sagen hat. Das Ende kennen wir ja.

Alter weißer Mann

Die „weiße Vorherrschaft“ in Industrie, Wirtschaft, Wissenschaft neigt sich endgültig dem Ende zu. Die klassische Aufteilung befindet sich in einem Stadium der Auflösung bzw. Umgruppierung. China macht den USA die Vorherrschaft streitig. Indien ist auf dem Weg zur Supermacht im Süden Asiens. Europa verliert dabei seine starke industrielle Position. Die deutsche Automobil-Industrie baut gegenwärtig nicht die falschen – zu großen Autos, die Konkurrenz wird einfach größer.

Vor diesem globalen Hintergrund ringen nun zwei Männer um die Vorherrschaft ihrer „Ancien Régimes. Die militärische Supermacht Amerika wird zunehmend müde, wird den Rüstungswahn langfristig kaum finanzieren können.

Die ehemalige Sowjetunion – von US-Präsident Barack Obama im Jahre 2014 als Mittelmacht eingeordnet – hegt erneut zaristische Machtansprüche. Zur Zeit blutet das Reich des Zaren Putin allerdings in einem sinnlosen Krieg eher aus als zu neuem Glanz zu erwachen. Wie sieht es nun mit dem beiden Supermännern aus?

Die alternden Supermänner der Welt

Wir haben im Osten, in Russland eine Empathie-lose ehemaligen Mitarbeiter des KGB im Kreml, der die sowjetischen Grenzen von 1945 zurück haben möchte! Dazu gehören neben der Ukraine, Polen, CSSR, DDR, Balkan, etc..

Wir haben im Westen einen gestörten Empathie-losen Immobilien-Hai, der um die Welt zockt! Koste es was es was wolle! There is a new sheriff in town.

Die politischen Zwerge dazwischen

Die Europäer sind sich traditionell uneinig. Die Chefs der großen Länder allen voran Frankreich beanspruchen die Führungsrolle in der EU. Die kleineren Länder besonders aus dem Osten lenken mit Störmanövern die Aufmerksamkeit auf sich. Das scheint sich zur Zeit zu ändern.

Welt in Kriegen

Die Welt ist derzeit von mehreren bewaffneten Konflikten geprägt. 122 Millionen Menschen sind auf der Flucht, rund 1,5 Prozent der Weltbevölkerung. Die aktuellen Kriege und bewaffneten Auseinandersetzungen:​frieden-sichern.dgvn.de+2friedensbildung-bw.de+2de.wikipedia.org+2

Afrika:

  • Bürgerkrieg im Sudan: Seit 2023 kämpfen die sudanesische Armee und die paramilitärische Rapid Support Forces (RSF) um die Kontrolle im Land. Dieser Konflikt hat eine massive humanitäre Krise ausgelöst, mit zehntausenden Toten und Millionen Vertriebenen. ​welt.de

  • Bürgerkrieg in Äthiopien: Seit 2020 tobt im Norden Äthiopiens, insbesondere in der Region Tigray, ein bewaffneter Konflikt zwischen der äthiopischen Regierung und regionalen Kräften. ​

  • Bürgerkrieg in der Zentralafrikanischen Republik: Seit 2012 kommt es zu anhaltenden Kämpfen zwischen verschiedenen Rebellengruppen und der Regierung. ​

Asien:

  • Bürgerkrieg in Myanmar: Nach dem Militärputsch im Jahr 2021 eskalierte die Gewalt zwischen dem Militärregime und verschiedenen ethnischen bewaffneten Gruppen sowie prodemokratischen Kräften. ​de.wikipedia.org

  • Afghanistan-Konflikt: Obwohl der offizielle Krieg 2021 endete, gibt es weiterhin gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen den Taliban und Widerstandsgruppen. ​

Europa:

  • Russisch-Ukrainischer Krieg: Der Konflikt schwelt seit 2014 zwischen Russland und der Ukraine, der 2022 mit der russischen Invasion eskalierte. Rund eine Million Soldaten wurden auf beiden Seiten getötet oder verwundet. In Deutschland leben 2025 rund 1,1 Millionen Ukrainer als Kriegsflüchtlinge. de.wikipedia.org

Naher Osten:

  • Krieg in Israel und Gaza: Seit 2023 führen Israel und militante Gruppen wie die Hamas im Gazastreifen heftige Kämpfe, die zu zahlreichen Opfern auf beiden Seiten geführt haben. ​de.wikipedia.org

  • Jemenkrieg: Seit 2015 kämpfen Huthi-Rebellen gegen die international anerkannte Regierung, unterstützt durch eine von Saudi-Arabien geführte Koalition. ​de.wikipedia.org+1de.wikipedia.org+1

  • Bürgerkrieg in Syrien: Seit 2011 herrschte in Syrien ein komplexer Konflikt zwischen Regierungstruppen des Assad, oppositionellen Kräften und terroristischen Gruppen. Millionen Syrer flüchteten, eine Million leben davon in Deutschland. Inzwischen ist das Assad-Regime vertrieben. Sicher ist das Land damit noch längst nicht.

Inwieweit das „echte“ lokale Konflikte sind oder in die Kategorie Stellvertreterkriegen fallen, muss an dieser Stelle nicht geklärt werden

Jeder Krieg hat seine eigene Spielregeln

Jeder Krieg ist anders, nur das Grauen bleibt gleich! Doch was geschieht auf den Schlachtfeldern, Schützengräben und Hinterhalten? Technisch gesehen; Vorteile für Angriffswaffen wechseln sich mit Verteidigungswaffen je nach ihrem technologischen Vorsprung ab. Ebenso ändern sich Strategien und Taktiken. Die siegreiche Armee von heute ist der Verlierer von morgen,

Wir leben z.B. in einer Zeit, in der zum Beispiel der klassische Kampf von Flugzeugen um die Luftherrschaft bzw. Luftüberlegenheit dem massenhaften Einsatz von Marschflugkörpern, Iron Domes und schließlich Drohnen (aus dem Spielwarengeschäft) gewichen ist. Satelliten-Kommunikation bestimmt das Kampfgeschehen bis in die unteren Ebenen und dem einzelnen Soldaten.

  • Panzerverbände sind verwundbarer denn je. Der Seekrieg wird mit bewaffneten Drohnen geführt. Es ist eine Frage der Zeit, bis der erste Verband der einst so mächtigen Flugzeugträger erfolgreich angegriffen wird.
  • Die technologische Anpassung/Entwicklung bestimmt zunehmend das Geschehen auf dem Schlachtfeld. Der Krieg in der Ukraine wird zunehmend bestimmt vom Geschick der Waffentechniker und Ingenieure….

Das Risiko der Atombombe

Die USA und Russland sind hochgerüstet mit Atomwaffen. Wir können nur hoffen, dass beide nicht die Nerven verlieren.

Allgemeine Lage (für Europa)

US-Präsident Donald Trump und sein Vize Avancen hatten die Demütigung von Ukraines Staatschef Selenskyi von vornherein geplant. Die Demütigung und der Bruch waren beabsichtigt. Körpersprache und Gestik von Trump und Vance waren darauf ausgelegt, es dem Ukrainer einmal zu zeigen. „Sei dankbar!) Dazu kommt: Die russische Desinformations-Agentur TASS im Oval Office war dabei. )Die renommierteste Nachrichtenagentur der Welt, Associated Press (AP) blieb dagegen (wegen fehlendem Gehorsam) ausgesperrt.)

Was los mit Deutschland?

Deutschland befindet sich in einer Phase der Bildung einer neuen Regierung unter der Führung der Union. Ob ein Friedrich Merz den kommenden politischen Erschütterungen gewachsen sein wird, bleibt abzuwarten.

Die Ausrüstung der Bundeswehr, ihre Struktur und ihre Stärke wurde Jahrzehnte vernachlässigt. Ebenso die Rüstungsindustrie. Der noch amtierende Verteidigungsminister Boris Pistorius verlangt eine Aufrüstung bis zur Abwehrbereitschaft für die Bundeswehr bis zum Jahre 2029. Dann sei Wladimirs Putins Armee (wieder) soweit, die NATO in Westeuropa anzugreifen.

Was bleibt den Europäern übrig?

Jetzt ein europäisches Investitionsprogramm und Abkommen mit der Ukraine, finanziert durch die europäischen Finanzinstitutionen. Und schrittweiser Aufbau einer europäischen Militärpräsenz. Europäische Sicherheit und Sicherheit der Ukraine sind ein und dieselbe Frage...

 

 
 

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