AfD – Geschichte fünf - setzen

Veröffentlicht am 28.05.2018 in Bundespolitik

Das Brandenburger Tor war am Sonntag Symbol einer deutschen Realität: Östlich – Unter den Linden versammelten sich ab 14:00 Uhr überwiegende junge Menschen aus allen Nationen – tanzend, singend aber auch lautstark raus „Nazis raus“ und „Ganz Berlin hasst die AfD“. Bis zu 70.000 wurden insgesamt geschätzt. Rund 25.000 waren bei der Demo am Pariser Platz dabei. Das lässt hoffen. (Eine Betrachtung von Hajo Guhl)

Auf der Westseite des Tores fand zur selben Zeit die Großdemonstration der AfD ihren Abschluss. Kaum 5.000 aus deutschen Gauen und Länder angereist. Über wiegend männlich, fast alle über vierzig.

Die Raver, Clubgänger, Schüler, Jungsozialisten hatten von Anfang an die Hauptrolle übernommen. Auch gesichtet: Wolfgang Thierse. Dann noch erkennbar etliche Alt 68er. Sie waren gut gelaunt und glitzernd (Goldfolie aus dem Auto-Sanitätskasten) kostümiert dem Aufruf des Vereins „Die Vielen“ und anderen AfD-Gegnern gefolgt. Die Veranstalter zählten 13 Gegendemonstrationen.

Die Anhänger der Ewig Gestrigen waren vom Hauptbahnhof zum Westteil des Pariser Platzes von einem Polizeikordon geschleust worden. Sie schmückten sich mit den Fahnen „Schwarz-Rot-Gold“. Mit Verlaub: Das Symbol der Deutschen Einheit gehört euch nicht. Da habt ihr keinen Anspruch drauf. Schmückt euch nicht mit fremden Federn. Schaut in die Geschichtsbücher und schnitzt euch nicht wieder ein eigenen Weltbild zurecht! Hier die Kurzform nach Wikipedia:

„Schwarz-Rot-Gold sind nach Art. 22 Abs. 2 des deutschen Grundgesetzes die Farben der Flagge der Bundesrepublik Deutschland.

Traditionell führt man die Farben auf die Befreiungskriege von 1813 bis 1815 zurück; Verweise auf das Mittelalter sind nachträglich konstruiert. Die Urburschenschaft von 1815 führte diese Farben erstmals und machte sie zu einem Symbol für die deutsche Einheit. Damals waren die vielen deutschen Staaten nur durch den Deutschen Bund vereinigt. Das Ziel der Studenten waren auch Freiheitsrechte und politische Mitbestimmung. Beim Hambacher Fest 1832 wurde die schwarz-rot-goldene Fahne erstmals (auch) in der heutigen Form geführt und wurde das Symbol für eine deutsche Republik.

Noch vor der eigentlichen Märzrevolution 1848 erklärte der Deutsche Bundestag die Farben zu den offiziellen Bundesfarben. Die Frankfurter Nationalversammlung folgte dem mit einem Reichsgesetz betreffend die Einführung einer deutschen Kriegs- und Handelsflagge vom 12. November 1848. Nach Niederschlagung der Revolution wurden die Farben aus dem öffentlichen Leben zunächst verbannt…“

Gut, die Burscheschaften sind heute auch nicht mehr, was sie damals waren. Aber sie waren Anfang bis Mitte des 19. Jahrhundert die fortschrittlichen Kräfte! Ihr liebe AfD seid Restauration! Euer Chef und theoretischer Vordenker Gauland weiß das ganz genau! Wahrscheinlich mag der sowieso lieber Schwarz-Weiß-Rot

Übrigens: Nach einer Studie der Konrad-Adenauer Stiftung sind AfDler überwiegend verbitterte Schwarzseher. Also, das letzte, was wir in diesen wirren Zeiten brauchen, sind Pessimisten, die den Untergang herbeisehnen. Liebe Kinder und Enkel in den Schulen und Clubs, Vereinen und sonstwo, egal welche Hautfarbe oder Kultur: Unruhe kann so heilsam sein...

 
 

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