Maul- und Klauenseuche in Märkisch-Oderland

Veröffentlicht am 11.01.2025 in Landwirtschaft

Am 10. Januar 2025 erkrankten im Landkreis Märkisch-Oderland Huftiere, genauer gesagt in einem Landwirtschaftsbetrieb in Hönow Wasserbüffel an der Maul- und Klauenseuche (MKS). Drei von ihnen starben, mehrere hundert Schweine aus einer Mast wurden vorsorglich getötet.
 

MKS ist für Klauen-Tiere höchst gefährlich!
Bitte beachten Sie unbedingt in den kommenden Wochen
die Einschränkungen durch das Seuchengesetz.

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), zuständig für Seuchen bei Tieren, hat die Maul- und Klauenseuche bestätigt. Der Landkreis Märkisch-Oderland ordnete deshalb die Tötung des Bestandes von Wasserbüffeln und hat eine Schutzzone im Radius von mindestens drei Kilometern sowie eine Überwachungszone im Radius von mindestens zehn Kilometern eingerichtet. Die Seuche kann sich sehr schnell über den Landkreis Oderland ausbreiten und nach Oder-Spree übergreifen. Sowohl der Berliner Tierpark als auch der Zoo bleiben vorsorglich geschlossen.  Für die Grüne Woche ist die Ausstellung von Klauentieren (Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen) inzwischen untersagt.

Um die Tierseuche einzudämmen hat Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt inzwischen eine Eilverordnung erlassen. Die Maul- und Klauenseuche ist hochansteckend und kann sich sehr schnell über die Luft oder beispielsweise kontaminierte Fahrzeuge (aus der Landwirtschaft) ausbreiten. Menschen können an MKS nicht erkranken, die Viren jedoch auf Tiere übertragen.

Zum jetzigen Zeitpunkt wird das Ausmaß der aktuellen Ausbreitung festgestellt. Daran arbeiten das Veterinäramt, der Tierseuchenbekämpfungsdienst des Landes sowie das FLI. Zum letzten Mal gab es in Deutschland im Jahre 1988 Fälle von MKS.

 
 

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