Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), zuständig für Seuchen bei Tieren, hat die Maul- und Klauenseuche bestätigt. Der Landkreis Märkisch-Oderland ordnete deshalb die Tötung des Bestandes von Wasserbüffeln und hat eine Schutzzone im Radius von mindestens drei Kilometern sowie eine Überwachungszone im Radius von mindestens zehn Kilometern eingerichtet. Die Seuche kann sich sehr schnell über den Landkreis Oderland ausbreiten und nach Oder-Spree übergreifen. Sowohl der Berliner Tierpark als auch der Zoo bleiben vorsorglich geschlossen. Für die Grüne Woche ist die Ausstellung von Klauentieren (Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen) inzwischen untersagt.
Um die Tierseuche einzudämmen hat Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt inzwischen eine Eilverordnung erlassen. Die Maul- und Klauenseuche ist hochansteckend und kann sich sehr schnell über die Luft oder beispielsweise kontaminierte Fahrzeuge (aus der Landwirtschaft) ausbreiten. Menschen können an MKS nicht erkranken, die Viren jedoch auf Tiere übertragen.
Zum jetzigen Zeitpunkt wird das Ausmaß der aktuellen Ausbreitung festgestellt. Daran arbeiten das Veterinäramt, der Tierseuchenbekämpfungsdienst des Landes sowie das FLI. Zum letzten Mal gab es in Deutschland im Jahre 1988 Fälle von MKS.