Mit Grünkohl gegen den November-Blues

Veröffentlicht am 24.11.2022 in Familie

Grünkohl: Es ist das norddeutsche Essen gegen die schlechte Stimmung in der trüben Jahreszeit. Es ist Kult und macht Spaß, wenn Mann/Frau ihn selbst zubereitet. Die Bremer sind dann auch noch stolz auf ihre Pinkelwurst, wobei der Name Uneingeweihte stets in die irre führt. Das Wurstbret wird mit Graupen hergestellt.

Grünkohl heisst im Übrigens im Elsass Federkohl. Tatsächlich erinnern die Blätter an ausgefranste Federn. Den ersten Frost soll er auf dem Feld erlebt haben, ehe der Kohl gut gewaschen, gezupft, gehackt und schließlich blanchiert in den Topf wandert.

Es muss mit (Fleisch)-Zutaten stundenlang sanft vor sich hinköcheln und am besten erst am nächsten Tag serviert werden. Für die Schnelle ist Grünkohl kaum geeignet, eher für die langen Novemberabende.

Auf ein Rezept verzichtet der Autor an dieser Stelle ganz bewusst. Meist hat in der Familie oder im Freundeskreis eine/r noch eine Vorlage aus alten Zeiten. Seit Jahren koche ich Grünkohl mit einem Kumpel nach dem Rezept seiner Mutter. Wobei er wiederholt meinen Drang zum Ausprobieren ertragen muss...

Im Internet stellen Profi- und Hobby-Köche ihren Grünkohl samt Zutaten vor. Es lohnt sich also nachzuschauen und ggf. zu variieren. Ja, es gibt ihn auch vegan und mit Fleischersatz. Soll ihn jeder kochen wie er mag. Ich mag ihn so, wie die Collage den Prozess der Herstellung zeigt. Juten... (gu)

 
 

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