Von Phosphat, Sulfat und Rost

Veröffentlicht am 29.01.2021 in Umwelt

Abgase, Kohlendioxid und Erderwärmung. Klimaschutz und Einhaltung des Pariser Abkommens von 2015 sind jedoch nur ein Teil der Sünden an unserem geschundenen Heimatplaneten. Zwei gar nicht so unwichtige Maßnahmen für die Umwelt hat der Brandenburger Landtag beschlossen.

Klärschlamm entsorgen und Phosphor gewinnen.

Das Element Phosphor ist wichtiger Bestandteil jeglichen Lebens. Fast ausnahmslos als Phosphat und anderen Verbindungen vorkommend, hält es den Kreislauf des Lebens in Gang. Natürliche Quellen sind zum Beispiel Pflanzenrückstände, die auf natürliche Weise Äcker und Felder düngen. Soweit die Erinnerung aus dem Bio- bzw. Chemieunterricht.

Reichlich Phosphor fällt nun auch in den Kläranlagen an. Allzu reichlich! Klärschlamm und Abwasser mit vielen schädlichen Bestandteilen werden deshalb ab 2020 immer weniger auf die Felder ausgebracht . Und im Jahre 2032 soll endgültig Schluss damit sein! Soweit der Plan.

Doch fruchtbarer Boden braucht Phosphat nur in der richtigen Dosis! „Klärschlamm enthält wertvollen Phosphor, der dem Boden fehlt. Klärschlamm enthält aber auch andere, für den Boden schädliche Stoffe, so dass er aktuell immer weniger nicht mehr als Düngemittel eingesetzt werden kann“, erklärt Wolfgang Roick, SPD-Sprecher für Umweltpolitik und Nachhaltigkeit

Gegenwärtig wird Klärschlamm immer häufiger in Verbrennungsanlagen entsorgt, sprich verbrannt. Auch der Phosphor. Doch der Ausstieg aus der Braunkohle hat bereits begonnen, das heißt aber auch: Klärschlamm kann nicht mehr mit verbrannt werden.

„Kalkulierbare und stabile Entsorgungskosten sicherstellen - Nachhaltige Ressourcennutzung durch Phosphorrückgewinnung aus Abwasser und Klärschlamm in Brandenburg unterstützen“ Etwas sperrig formuliert geht um einen Beschluss des Brandenburger Landtages zur Rückgewinnung von Phosphor aus Abwasser und Klärschlamm.

„Der Landtag hat sich darauf verständigt, das wir möglichst nachhaltige Verfahren zur umweltgerechten Entsorgung von Klärschlämmen und der Rückgewinnung von Ressourcen entwickeln wollen“, so Roick. Die gesetzlichen Übergangszeiten sollten genutzt werden, um zusammen mit Brandenburger Abwasserverbänden und Betreibern von Kläranlagen ein Konzept zur Verwertung und Beseitigung von Klärschlämmen zu entwickeln.

„Dabei ist uns der Aufbau regionaler Lösungen wichtig, um lange Transportwege und damit hohe Kosten, die am Ende Bürgerinnen und Bürger tragen müssten, zu vermeiden. Unser Ziel ist es, den Betrieb einer innovativen Pilotanlage zur Klärschlammaufbereitung und Phosphorrückgewinnung im Land Brandenburg zu realisieren“, berichtet Roick. „Ich bin mir sicher, dass wir Wege und Lösungen finden für kalkulierbare und stabile Entsorgungskosten“.

Gelänge es, innovative Anlagen im Land zu etablieren, würden diese Regionen mittelfristig durch zusätzliche Gewerbeansiedlungen, gute Arbeitsplätzen und Zukunftsperspektiven für die dort lebenden Menschen profitieren.“

Spree muss fließen – weniger Eisen und Sulfate

Eisen und Sulfate belasten die Spree und ihre benachbarten Fließe, auch sichtbar und mit Folgen für Fauna und Flora. Ein Erbe des Tagebaus und Industrie. Mit Sofortmaßnahmen gelang es ab dem Jahr 2013 die Belastung zu reduzieren. In der Folge konnten Höchstwerte festgelegt werden. So ist es gelungen, das Biosphärenreservat Spreewald bisher weitgehend vor einer Verockerung der Spree zu schützen.

„Wir brauchen aber auch mehr, als die Festlegung der einzuhaltenden Werte“, weiß Wolfgang Roick. Brandenburgs Landtag hat dafür einen Maßnahmenpaket beschlossen: Klare Zukunft für die Spree soll ein Baustein sein sein, die Region nach dem aktiven Bergbau zu gestalten und Urlauber in den Spreewald und an die gerade entstehenden Seen zu locken.

 
 

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